altes Bild TennisclubAm 22. Juni 1959 gründeten sieben angesehene Familien den Tennisclub Letmathe. In einer Zeit, in der noch viel Wert auf Etikette gelegt wurde, hatten nun auch die „besseren Kreise” ihre sportliche Heimat gefunden.Gespielt wurde ausschließlich in weiß, wenngleich dies noch in Ermangelung einer eigenen Anlage auf 8einem gepachteten Gelände in Einsal geschah. Hohe Hürden galt es bei Neueintritten zu überwinden: Zwei Befürworter (Bürgen) benötigte man, und eine nicht unerhebliche Aufnahmegebühr musste entrichtet werden. Hinzu kamen Spenden, die vorzugsweise als Darlehen bezeichnet wurden. Unter dem Vorsitz von Rechtsanwalt Heinz Schauerte war es zunächst das erklärte Ziel, auf eigenem Terrain spielen zu können – ein Ziel, für das sich auch Walter Schmidt, der 1960 in den Verein eintrat, stark machte. Zehn Jahre später übernahm dieser den Vorsitz beim TCL und hatte dieses Amt zunächst 26 Jahre inne. In die Periode seines Vorsitzes fielen auch die Öffnung des Vereins zu jener VolNeuksnähe, die dem Club heute nachgesagt wird. Ein Baustein hierzu waren die guten Kontakte, die man zur Realschule Letmathe unterhielt. Dank des dortigen Direktors wurden fast alle Kinder seinerzeit auf ihr Talent für den weißen Sport überprüft. Einige traten schließlich auch in den Verein ein, der zu seinen besten Zeiten in der Tennis-Boom-Phase 260 Mitglieder zählte. Heute hat der Verein ca. 150 Mitglieder. Entscheidender ist jedoch, dass dem TCL ausreichend Jugendliche fehlen. Nicht zuletzt zu diesem Zweck veranstaltet der Verein jedes Jahr ein Jugendcamp und ist auch sonst sehr bemüht um den eigenen Nachwuchs. Keine Sorgen hat man dagegen bei den älteren Semestern. Als vor Jahren eine Übertrittswelle von den Handballern des Letmather TV erfolgte, erhielt der Club eine nachhaltige Blutauffrischung, zumal die Konkurrenz gerade in Letmathe durch die benachbarten Grürmannsheider und Lössel-Rodener nicht gerade klein ist. Dreh- und Angelpunkt des Vereins ist das Clubheim, dessen Bewirtschaftung die Letmather in Eigenregie stemmen. Mittwochs sowie freitags bis sonntags werden auch Speisen angeboten – ein Engagement, das sich bewährt und das Vereinsleben belebt hat. Aktuell führt Bernd Söhnchen den Verein. Seit der Gründung ist er erst der vierte Vorsitzende beim TCL. Das spricht für Kontinuität. Nur so war es auch möglich, eine bedrohliche finanzielle Schieflage zur Jahrtausendwende zu überstehen, in deren Folge Walter Schmidt noch einmal für ein Jahr den Vorsitz übernahm. Diese Schieflage hat den Club noch enger zusammenrücken lassen. Es ist eine Gemeinschaft entstanden. Zudem gibt es bei uns keine Klübchen-Wirtschaft.” Unsere Wünsche für die Zukunft: „Mehr Mitglieder, keine wirtschaftlichen Probleme und Erhalt der Gemeinschaft. Wichtiger als Mannschaftserfolge ist dem Club die breitensportliche Resonanz – so wie eigene Turniere die teilweise von bis 60 Mitgliedern genutzt werden.